Warum und wie oft die Deutschen umziehen
Ganz vorne bei den Gründen für einen Umzug ist das Zusammenziehen mit dem Lebenspartner. Wer mit seinem/seiner Geliebten zusammenzieht, liegt sozusagen im Trend. Neben einer Partnerschaft ist der Umzug für den Job einer der TOP-Gründe, warum Deutsche ihr bisheriges Heim verlassen und sich eine neue Bleibe suchen. Fast so oft wie für einen Jobwechsel ziehen Menschen in ihr Eigenheim. Dicht auf folgt der Wunsch, in einer schöneren Immobilie zu wohnen. Wer würde nicht gern die graue Fassade gegen ein schönes Rotklinkergebäude oder eine moderne, helle Anlage mit Garten eintauschen? Auch die Trennung von einem Partner oder der Zuwachs der Familie sind häufige Gründe für einen Umzug. Eher selten ziehen Deutschen um, weil sie sparen müssen oder weil es ernsthafte Probleme mit ihrer Wohnung gibt. (Quelle: Statista)
Die Jobwelt fordert Mobilität, die Familie Stabilität, beides unter einen Hut zu bekommen ist eine schwierige Herausforderung. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fordert Opfer, auf der einen oder der anderen Seite. Interessant ist also die Frage, wie oft die Deutschen in den letzten zehn Jahren tatsächlich umgezogen sind. Sind wir so mobil, wie man uns glauben lassen möchte? Jain, möchte man sagen. Fast dreißig Prozent der Deutschen sind in den letzten zehn Jahren mehr als zweimal umgezogen. Knapp über zwanzig Prozent sind immerhin zweimal umgezogen. Dem gegenüber stehen fünfundzwanzig Prozent, die nur einmal umgezogen sind und fünfundzwanzig Prozent, die kein einziges Mal in den vergangenen zehn Jahren umgezogen sind. (Quelle: Statista)
Besonders mobil sind natürlich die jungen Deutschen, denn wer erst einmal ein Eigenheim und eine Familie hat, zieht verständlicherweise eher selten um. Wer ungern Hilfe beim Umzug geben möchte, sollte sich seine Bekannten und Freunde also nach ihrem Alter und ihrer Lebenslage aussuchen.
